Pfingsten führt die Menschen zusammen

Das Pfingstfest bringt nach Auffassung von Kirchenpräsidenten Martin Heimbucher die Gesellschaft zusammen. "An Pfingsten wird unsere Verschiedenheit nicht mehr als Bedrohung erlebt, sondern als Segen", sagte Heimbucher am Montag in der evangelisch-reformierten Kirche in Laar (Grafschaft Bentheim). "Da beginnen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung einander zu verstehen."

Nachrichten von Terroranschlägen weckten gerade in der heutigen Zeit die Angst vor dem Fremden. "Manche Politiker machen sich gar einen Spaß draus, diese Angst weiter zu schüren und anzuheizen", kritisierte Heimbucher. Sie dächten nicht darüber nach, dass Hass und Gewalt "nicht nur auf fremden Boden wachsen, sondern auch auf eigenem, mitten unter uns".

Verschiedenheit und Unterschiede sollten aber nicht als Bedrohung sondern als Chance aufgefasst werden, betonte der Kirchenpräsident. In der biblischen Geschichte des Pfingstwunders habe der Geist Gottes die unterschiedlichsten Menschen zusammengeführt und ihnen die Verständigung ermöglicht. Dies könne auch heute gelingen, "so dass wir einander ganz neu begreifen, tatsächlich als Brüdern und Schwestern."

5. Juni 2017
Evangelischer Pressedienst (epd)

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